Gina Mattiello schreibt literarische Texte und bringt sie auf die Bühne.
Texte entstehen als Prosa, Lyrik, Libretti und werden durch ihre Stimme performativ in den Raum übersetzt.
Arbeiten entstehen für Bühne, Konzert, Installation, häufig in Zusammenarbeit mit Komponist:innen, Regisseur:innen, Ensembles.
| Konzept & Dramaturgie: büro lunaire
| Kompositionen (UA): Alexander Bauer, Florian Kindlinger, Reinhold Schinwald, Germán Toro Pérez, Tímea Urban
| Gina Mattiello: Stimme, Performance, Text (Einschübe I–IV)
| Reinhold Schinwald: Klangregie & Live-Elektronik
| Elisa Azzarà: Flöte · Pablo Marin-Reyes: Posaune · Philipp Lamprecht: Schlagwerk
| Aspekte Festival Salzburg · Blumenberg-Tage Graz · Reaktor Wien
| Auftragswerk des Kulturzentrums bei den Minoriten Graz
Ausgehend von Hans Blumenbergs Denkfigur des Schiffbruchs als Zuschauer fragt das Live-Hörspiel, ob es eine unschuldige Position des Betrachtens noch geben kann. Der Aufführungsraum selbst wird zum Schiff: Das Publikum sitzt einander gegenüber, Stimme und Instrumente werden live über Funkkopfhörer übertragen – ein Wechselspiel aus Nähe und Distanz, Beobachtung und Verstrickung.
| Komposition & Performance: Samuel Toro Pérez
| Kostüm: Flora Miranda
| Gesamtkonzept, Durchführung: SALLE PRIVÉE
| Magdas Hotel, Wien
| Foto: Monika Saulich
Eine performative Versuchsanordnung nach Virginie Despentes erkundet Gewalt in ihren strukturellen, sprachlichen und körperlichen Dimensionen. Im Zentrum steht die Zurückweisung der Erwartung, Frauen* müssten gefallen. Raumgreifende Klangtexturen und Beats verdichten den Text, Stimmen überlagern sich, polyphon, ambivalent, fluid. Frau*, queer, trans – Körper jenseits binärer Zuschreibungen geraten ins Visier patriarchaler Gewalt, verschwinden und erscheinen wieder: selbstermächtigt, verletzlich, kompromisslos.
| Inszenierung: Theater Quadrat
| Dramaturgie: Gina Mattiello, Werner Halbedl
| Freilichtmuseum Stübing, Graz
Eine Frau, eine Wand, ein engumgrenztes Stück Natur. Haushofers moderne Dystopie als Solo zwischen Überlebenswillen und Demut, Zivilisationskritik und gesteigertem Lebensgefühl.
„Absolut sehenswert."
(Christoph Hartner, Juni 2025)
| Gina Mattiello, Werner Halbedl, Alexander Kropsch
| Inszenierung: Theater Quadrat
| Ausstattung: Yvonne Beck | Theater Quadrat, Graz
| Foto: Alexander Kropsch
Als Fürstenenkel weiblich geboren, als Junge erzogen: Sands vergessene Figur ringt um Identität und Freiheit gegen die Normen ihrer Zeit. Ein Doppelabend, der George Sands 19. Jahrhundert und Kim de l'Horizons Gegenwart ohne Historisierung nebeneinanderstellt.
| Konzept: büro lunaire
| Text, Stimme: Gina Mattiello
| Klangregie, Live-Elektronik: Reinhold Schinwald
| Sound: Florian Kindlinger
| PHACE: Ivana Pristašová Zaugg (Violine), Petra Ackermann (Viola), Roland Schueler (Violoncello)
| Kostüm: Flora Miranda, Esther Stocker
| Premiere: REAKTOR Wien 2023 · Osterfestival Tirol 2024 · Theaterhaus Graz 2025
Der 2021 im Passagen Verlag erschienene Text wird zum Live-Hörspiel: Die Autorin bewegt sich um ein Kunstkopfmikrofon, ihre Stimme wird dem Publikum live über Funkkopfhörer zugespielt. Landschaftsreste, Erinnerungspartikel, Tag- und Nachtträume oszillieren zwischen Beobachtung und objets trouvés aus Kunst, Literatur und Philosophie – in den Text gewobene Kompositionen für Streichtrio und Live-Elektronik lassen die Fragmente ins Imaginäre wachsen.
| Komposition: Periklis Liakakis
| Inszenierung & Raum: Ernst Marianne Binder
| Ausstattung: Vibeke Andersen
| dramagraz | Graz / Wien / 21er Haus Wien
Eine Malerin, eine Stadt am Rande der Menschlichkeit, die Unmöglichkeit von Kunst angesichts realer Gewalt. Gina Mattiello als Sprechperformerin auf einem beleuchteten Würfel — observiert von Kameras, umgeben vom Publikum — in einer KlangBildLandschaft, die erst im Kopf der Zuschauenden entsteht.
„Starke Leistung von Gina Mattiello. Stark in ihrer Sprache, mit radikaler Emotionalität."
(Kleine Zeitung, Oktober 2016)
| mit Ronja Jenko, Eva Kessler, Mona Kospach, Gina Mattiello, Ninja Reichert, Werner Halbedl
| Musikalische Konzeption: Ernst Marianne Binder / Jonas Kocher
| Inszenierung: Ernst Marianne Binder | Musik: Jonas Kocher
| dramagraz | Dom im Berg Graz · Musikfestival Bern · Kosmos Theater Wien
Jelineks Sprachkaskaden nach Fukushima: fünf Stimmen als Sprechchor, der Text als Musik, die Stimme als letztes Material in einer Welt ohne Licht.
„… durchmessen Ronja Jenko, Eva Kessler, Mona Kospach, Gina Mattiello, Ninja Reichert und Werner Halbedl virtuos die Sprach- und Gedankenmäander Jelineks."
(Kleine Zeitung, September 2013)
| mit Suse Lichtenberger, Gina Mattiello, Sissi Noé
| Inszenierung: Tanja Witzmann | Musik: Moritz Wallmüller
| dramagraz / FAIMME
Rögglas Porträt der schlaflosen Leistungsgesellschaft: drei Frauen sezieren die Sprache der Erschöpfung, des Karrieredenkens, der Selbstauflösung im Beruf.